
45 Zentimeter hoch, weniger als kniehoch – und trotzdem ein Standlautsprecher. Andreas Guenther hat die Neat Acoustics Iota Alpha II für fairaudio getestet und war von Anfang an skeptisch. Am Ende wollte er sie nicht mehr hergeben.
Was die Iota Alpha II so besonders macht, ist ihr konsequent ungewöhnliches Konzept: angewinkelte Schallwand, nach unten abstrahlender Tieftöner, Planarmagnet-Hochtöner von Monacor, handverdrahtete Frequenzweiche mit Jantzen-Kondensatoren. Nichts daran folgt der Masse – und alles hat seinen Grund.
Klanglich überrascht sie in gleich mehreren Disziplinen. Die räumliche Darstellung staffelt ungewöhnlich weit in die Tiefe, das Panorama reicht deutlich über die kleinen Gehäuse hinaus. Der Planarmagnet-Hochtöner löst sauber und offen auf, ohne je aggressiv zu werden. Die Mitten bleiben neutral und präzise, Stimmen werden weder aufgedickt noch weichgezeichnet. Und der Bass? Trocken, konturiert und für ein 45-cm-Gehäuse erstaunlich tief reichend – wenn auch ohne die große Druckwelle.
Die Grenzen sind ehrlich benannt: Wer Grobdynamik und Bassdruck sucht, braucht mehr Membranfläche. Wer aber mit kleinen bis mittleren Räumen, wenig Grundfläche und hohem Anspruch an Abbildung und Präzision unterwegs ist, findet hier eine höchst ungewöhnliche und musikalisch überzeugende Lösung.
Den vollständigen Testbericht mit allen Höreindrücken, Aufstellungstipps und Messungen lest ihr direkt bei fairaudio: